Selbstmanagement

Wer lernt, der sollte sich nicht passende Ar­beits­tech­ni­ken und vernünftige Materialien zurechtlegen. Das alles nutzt nämlich nichts, wenn man es nicht konsequent nutzt und in gelernten Stoff umsetzt. Eine ganze Reihe von Faktoren tragen zu einem erfolgreichen Lernprozeß bei - eben nicht nur Ar­beits­tech­ni­ken und Lernmaterial. Diese Faktoren, die nicht nur beim Lernen eine Rolle spielen, werden häufig unter dem Oberbegriff "Selbstmanagement" zusammengefaßt. Bei Lernenheute möchten wir einige wichtige Punkte ansprechen, die zum Selbstmanagement dazugehören und mit denen man den Lernprozeß positiv beeinflussen kann.

Motivation

Motivation
©memephoto - Pixelio
Erfahrungsgemäß ist eines der größten Probleme beim Lernen, die nötige Motivation aufzubringen. Manchmal bekommen Lernende Lernstoff verordnet, den sie z.B. für eine Prüfung lernen müssen, der sich aber mit ihren Interessen nicht unbedingt deckt. Oft genug kann man dem Stoff auch schon ansehen, daß man ihn niemals in der Praxis brauchen wird, daß er bis zur Anwendung veraltet sein wird oder daß er schon zum Zeitpunkt der Prüfung überholt ist. Beispiele für solchen "sinnlosen" Lernstoff ist mancher Bachelor-Studiengang, denn dort werden gerne Inhalte aus anderen Studiengängen ohne echten Zusammenhang als Füllmaterial verwendet.

In unserem Einführungsartikel zum Thema Motivation erfahren Sie, welche Faktoren die Motivation positiv oder negativ beeinflussen - und was Sie tun können, um motivierter an Ihren Lernstoff zu gehen.

Ent­span­nung

Pause machen und entspannen
Lernen gelingt in einem entspannten Zustand am besten - das ist eine Binsenweisheit. Aber auch die umgekehrte Aussage: Sobald Druck oder Streß den Lernprozeß begleitet, wird im Gehirn nicht mehr viel hängenbleiben. Streßhormone wie Adrenalin und Cortisol versetzen das Gehirn in einen Zustand, in dem es nichts aufnehmen und dauerhaft speichern möchte. Um dem Körper zu helfen, diese Hormone abzubauen, kann man verschiedene Entspannungstechniken anwenden.

Zeitmanagement

Zeitmanagement
©Thomas Siepmann - Pixelio
Wer bis zum Prüfungstag eine bestimmte Menge Stoff bewältigt haben soll, braucht Mittel, um sich die Zeit einzuteilen. Welche Faktoren verschlingen unnötig Zeit? Wie kann man sich die Zeit besser einteilen und sich darüber auf dem laufenden halten, ob man im Zeitplan ist? Zeitmanagement ist ein wichtiges Thema, über das Lernenheute Sie informiert.

Prokrastination

Prokrastination / Aufschieberitis
Wenn es ans Lernen geht, werden andere Dinge manchmal ganz plötzlich ungemein wichtig - wichtiger zumindest, als zu lernen. Die Fenster sollten mal wieder geputzt werden, der Keller sollte aufgeräumt werden, usw. Dinge, die man sonst vielleicht sogar als unangenehm empfunden werden, sind mit einem Mal halb so wild. Manche bezeichnen dieses Phänomen als "Aufschieberitis" oder "Studentensyndrom", der Mediziner spricht von Prograstination.

Wir informieren Sie ausführlich auch zu diesem eher unangenehmen Thema. Unser Überblicksartikel über die Prokrastination gibt Ihnen Tips, wie Sie Prograstination erkennen und ihr begegnen können. Selbstverständlich empfehlen wir Ihnen konkrete Techniken und zeigen Ihnen, wie Sie der "Aufschieberitis"-Falle entgehen.

Selbstmanagement wird um so wichtiger, je mehr man auf sich allein gestellt ist. Wenn Sie sich also z.B. im Studium nicht regelmäßig mit Kommilitonen treffen können, weil die Entfernung zu groß ist, müssen Sie alles selbst organisieren. Das ist z.B. bei einem Master Fernstudium der Fall. Glücklicherweise gibt es Telefon-Flatrates und die moderne Technik wie z.B.  Skype (http://www.skype.com) und andere Telekonferenzsysteme. Starten Sie einfach mit so einem Kommunikationsmittel eine eigene virtuelle Lerngruppe. Vieles kann dann einfacher strukturiert werden, und es entsteht wieder ein Gruppengefühl. Natürlich ist ein persönliches Treffen durch nichts zu ersetzen.